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Tuesday, 31 August 2010 19:35 |
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Monday, 30 August 2010 06:27 |
Seit nun mehr fast einer Woche befinde ich mich in Deutschland und verzweifelt begehre ich das Internet - das offene Internet. Orte die mir Problemlos den Zugang zum Netz der Datenautobahn zur Verfügung stellen um das was ich denke sehe und fühle ansatzweise nieder zu schreiben. Aber das Internet in Deutschland ist zu. Es erlaubt mir nicht zu schreiben was ich denke sehe und fühle, ausser ich bin T-Online Kund und hab Interesse 8 Euro für einen Tag Netzzugang zu bezahlen. Hab ich aber nicht weil Wucher. Seit Freiburg ist natürlich viel passiert und gefühlsmässig nimmt die Achterbahnfahrt zu. Ich bin gefühlte 430 Kilometer von Hamburg entfernt. Nur noch eine Handvoll Etappen und dann binn ich an der Quelle allen Übels die zugleich die Quelle ist dir mir Freude am Leben schenkt. Hamburg. Mein geliebtes Hamburg das sich in zwei Monaten wohl kaum verändert hat, dafür aber sicherlich immer noch die Fallen die mir mit Wiederhaken versehende Pfeile ins Herz schiessst. Pfeile deren Spitzen in Gift eingetaucht wurden das nur ein Heilmittel kennt: ignorieren. Denn Zeit heilt keine Wunden solange Orte, Objekte oder Momente die Narben auf ein Neues aufreissen.
Seit Tagen regnet es. Teilweise wie aus Kübeln und es ist als ob mich das Schicksal auf meinen letzten Etappen noch ein mal auf die Probe stellen wil. Nach meiner Abfahrt in Freiburg hatte ich von Wiesbaden, über Viersen bis heute in Duisburg sehr schöne Momente und Menschen die mir den Aufenthalt undglaublich schön gestalteten. Viel Abwechslung, vom Nachleben Wiesbadens bis hin zum Nachtleben in Viersen. Vom "Käshändle mit Musik" bis hin zu den hunderten von Bieren in Wiesbaden ein kulinarisches potpourris das meinem Gaumen das Vergessen leichter machte.
Genug Momente um das Leben zu geniessen und die Menschen sind unglaublich offen, ehrlich und Abend für Abend hab ich bisher viel Spass erlebt. Allein das Wetter macht mir zu schaffen. Es macht einfach kein Spass los zu fahren und den Tag zu erwarten. Man erwartet die Nacht und dann fällt mir ein das ich ja noch campen muss und campen bei Regen ist wie Suppe ohne Salz. Nass und betrübt. Nass und langweilig. Ich hoffe es klappt noch mit einer couchsurf experience oder zwei und dann... dann wird sich die Stadt meines Herzens mir offenbaren und ich bin gespannt darauf zu erkennen wie sehr ich sie noch liebe. Duisburg begrüsst mich gerade um halb sieben morgens mit Sonnenstrahlen. Danke.
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Monday, 23 August 2010 12:17 |
Ich musste heute aus Freiburg raus. Meine Campsite Nachbarn waren super angenehm und haben es mir den Aufenthalt angenehmer gemacht aber der Drück, die imense Präsens von ihr, ihrem Vater und all den Orten war einfach zu viel. Ich verlasse Freiburg und das Navi schickt mich querfeldein durch die Stadt. Kurz überlege ich anzuhalten und ein Timelapse Video an der Dreisamm zu machen aber die stetige Angst auf jemanden zu treffen erschwert das ganze. Ich halte erst gar nicht an. Ich verlasse Freiburg bei Regen. Je weiter ich komme, desto grösser der Schmerz. Es ist ein zurücklassen von Dingen die man einst liebte und an die man jetzt nicht mehr rankommt obwohl sie noch existieren. Auch diese Trennung fällt schwer. Ich verlasse Freiburg über Nord-Westen. Das Navi provoziert mich und ich schmeiss das Nexus an. Das will mich quer durch die Stadt schicken. Nochmal. Nochmal alles. Nochmal deja vu. Ich verlasse Freiburg und der Regen wird stärker. Je weiter ich fahre, desto stärker wird er. Ich habe Freiburg weit hinter mir gelassen, die Wolken lösen sich auf und die Sonne scheint. Kurz. Aber sie scheint. Ich deute dies nicht als Zeichen, es ist ein Wunsch. Abgesehen von zwei drei Campsite Fotos habe ich alle anderne gelöscht. Zu schwer die Last und das bei gerade mal 5 MB je Foto.
Ich komme in Lichtenau an und die Sonne erscheint. Kurz aber es hilft und das Wiedersehen mit Bibo und nachher mit den Sprauer's wird es noch angenehmer machen.
Ich habe Freiburg verlassen und so schnell wird mich nichts wieder hinführen. Nicht das Augustinermuseeum, nicht der Münster, nicht die Dreisamm und erst recht nicht mehr der Winter. Ich habe Freiburg verlassen und die Erinnerungen an die schönen Erinnerungen daran sind schlimm. Ich habe meinen Wegzoll bezahlt. Adieu Freiburg. Lebewohl Klaus.
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